La Palma wartet auf seinen Gast mit großer
landschaftlicher Vielfalt.
Wer hier lebt, weiß zu berichten, daß es immer noch
Neues zu entdecken gibt. Sei es bei einer Wanderung
durch den Nationalpark „Caldera de Taburiente“
oder über den Vulkanrücken der Cumbre gen Süden,
wie auch bei einem erfrischenden Bad an einem
der versteckten Strände. Hier ist die Insel für
Wanderer, Naturverliebte und Erholungssuchende.
Die abgeschiedene Schluchtenlandschaft der Caldera,
durch Erosion entstanden, macht Lust aufs Wandern.
Der Wasserreichtum der Insel hat hier seine Quellen
und der Wanderer ist zum Baden in zahlreichen
Naturpools willkommen. Wasserfälle, von Mineralien
gefärbte Bachläufe, Felsgiganten, schroffe Brüche
zeigen uns das tatsächlich steilste Gelände
unseres Planeten.
Im Norden tickt die Uhr in einem ganz anderen Takt.
Hier ist immer Zeit für einen Ausblick zu fernen
Horizonten, für ein Detail am Wegesrand, oder dem
atemberaubenden Rundumblick über alle Inseln
auf dem Roque de los Muchachos.
Besonders die Mandelblüte verzaubert die ansonsten
eher wilde Landschaft in ein Meer von Blüten
und Farben.
Bei Ausfahrten aufs Meer ist die Begegnung
mit Delphinen und Walen, die gerne unsere Nähe
suchen, ein unvergeßliches Erlebnis.
Wir können dabei die magische Verbindung
der Gewalt des Ozeans mit hochentwickeltem Leben
erfahren und unsere eigene Herkunft erahnen.
Wer nach einer Wanderung ein Bad im Meer genießen
oder einfach nur einen Tag am Strand abhängen
möchte, kann an kleinen Buchten oder aber auch
an etwas größeren schwarzen Sandstränden
Entspannung und Wärme genießen. Auf La Palma
gibt es zum Glück keinen beengenden Massentourismus,
wohl gemütliche Strandpromenaden mit Bars
und Restaurants.
Verspielt und bunt bemalt sind die manchmal
mehrstöckigen Häuser mit ihren Ziegeldächern
und traditionellen Fassaden aneinandergelehnt.
Holzbalkone erinnern den Mitteleuropäer
an die Puppenstuben der Kindertage.
Viele ihrer Bewohner haben sich ebenfalls
das ursprünglich Palmerische bewahrt.
An den
Feiertagen
wird dies für alle erfahrbar.
Die traditionellen Feste haben karibische Wurzeln.
Der Salsa verbindet sich mit der wilden Landschaft
zur typischen, palmerischen Lebensfreude;
hier verschmelzen Melancholie mit Heiterkeit,
der Existenzkampf mit südländischer
Verachtung des Alltags.
Im Süden der Insel ist der vulkanische Ursprung
noch unmittelbar spürbar.
Nicht allein das nach wie vor warme Gestein
eines Ausbruchs von 1971, sondern auch die
dunklen, erkalteten Lavaströme künden davon.
Dazwischen wächst Wein, der den Geschmack
dieser Urwelt angenommen hat.
Die ausgedehnten Pinienwälder, die zahlreiche
Gebirgskämme der Insel bedecken und die Wolken
des Passats „melken“, sichern den Wasserreichtum
La Palmas. Drachenbäume, Pflanzen aus uralter Zeit,
sind die wahren Überlebenskünstler, die nur von den
noch älteren Geckos übertroffen werden.
Wer die geheimnisvolle
Flora und Fauna der Kanaren
entdecken möchte; Hier kann er es.
Auf den höchsten Gipfeln La Palmas klopft
der Passat an die Kuppelbauten der Astronomen.
Pilzen gleich, ragen sie in den grandiosen
Nachthimmel. Hier staunen wir ob einer Vielzahl
von wahrhaft unendlichen Ereignissen,
während die Forscher Nüsse von Sterngeburten
und Schwarzen Löchern zu knacken versuchen.
Vom Sonnenaufgang in luftiger Höhe nehmen wir
das Wunder unseres kleinen, blauen Kleinods
mit in den neuen Tag.
Die Ureinwohner der Insel Teneriffa, die Guanchen,
nannten ihre palmerischen Stammesgenossen
Benahoare, gesprochen "Ben-Ajuar", jene vom
Stamm der Ahoare aus dem Atlasgebirge Nordafrikas.
An vielen Wänden von ehemaligen Wohnhöhlen,
wie an alten Kultplätzen der Auaritas, der Bewohner
der Insel La Palma, finden sich die typischen Ritzungen
im Fels, die Petroglyphen.
Mehr zur wechselvollen Geschichte der Insel
—>hier